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From: Intence.ch <co...@in...> - 2004-06-11 16:48:19
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Hi zusammen, Netmilk dürfte wohl tot sein. Vielleicht arbeitet Thomas ja noch an irgendeinem Bereich, ich glaube aber eher nicht mehr daran. Mit dem Start des Projekts ohne Projektmanagement, ohne einen Projektleiter und ohne sichtbaren Plan, wenn auch mit deutlichem Ehrgeiz und Engagement von Murphy, wurde leider ein kritischer Weg eingeschlagen, der nun, wie nicht selten der Fall, leider zum Scheitern geführt hat. Da das Projekt imho sehr erfolgsversprechend war, ist es meiner Meinung nach besonders Schade, dass es nicht geklappt hat. Ich möchte bestimmt niemandem an irgendetwas die Schuld geben, lediglich darauf hinweisen, dass der Ansatz besser hätte sein können :) Wie auch immer, da ich zwangsläufig eine solche Software brauchen werde (und nicht zurück zu Confixx möchte :)), beginne ich selbst nochmals von vorne. Ich habe nun knapp 6 Wochen Zeit mich mehr oder weniger so lange damit zu beschäftigen wie ich Lust dazu habe. Ich stehe nun vor der Wahl, eine Software zu programmieren die genau für meine Bedürfnisse zugeschnitten ist und an sonstigen Funktionen eher minimalistisch ausfallen wird oder aber einen Neuanfang mit einem Projekt ähnlich Netmilk zu wagen, welches natürlich ebenfalls für die OpenSource Community gedacht ist. Letzteres unterscheidet sich von einer Eigenentwicklung natürlich darin, dass wieder Schnittstellen für Module, Übersetzung in andere Sprachen, Dokumentationen und Hilfen für Entwickler, die Kompatibilität zu anderen Distributionen, Unterstützung von viel mehr Softwarekonfigurationen usw. beachtet werden müssen und diesen Mehraufwand kann ich nicht alleine tragen. Daher möchte ich diejenigen, die ursprünglich an der Entwicklung teilnehmen wollten, fragen ob Interesse daran besteht es nochmals von Vorne zu versuchen. Welchen Weg ich auch wählen werde, nach der mir zur Verfügung stehenden Zeit werde ich eine Lösung entwickelt haben, entweder für meine Zwecke voll funktionstüchtig, oder falls es wieder ein OpenSource Projekt wird, zumindest soweit, dass die Core-Elemente (User- / Rightsmanagement, Modulschnittstelle, ein Konzept zur serverseitigen Veränderung der Dienste und Konfigurationsdateien, Templatesystem), sowie eine Plattform (Sourceforge, CVS, Website, Forum) davon stehen und einsatzbereit sind. Ab diesem Punkt ist es dann relativ einfach, weitere Programmierer einzubinden - aber bis dahin muss sich ein kleines (max. 2-3 Entwickler) Team einfach ranhalten, damit das Grundgerüst zustande kommt und darauf geachtet werden, dass der Fortschritt nicht wegen kleineren Unstimmigkeiten ins Stocken gerät. Ich habe nun die Zeit und den Willen, das Projekt bis zum fertigen Framework in einem annehmbaren und klar definierten Zeitrahmen voranzutreiben, bin aber auf Mithilfe angewiesen, da ich weder die Fähigkeit noch die Möglichkeit habe, bspw. die Software auf verschiedenen Distris mit allen möglichen Softwarekombinationen zu testen. Ausserdem sehen mehrere Entwickler natürlich immer weitere Verbesserungsmöglichkeiten oder erkennen Fehler, die man selbst kaum gefunden hätte. Bis zum 21. Juni werde ich nun mit den Vorbereitungen und der Planung beginnen, wie bspw. der Erstellung von Dokumenten, die definieren welche Ziele womit erreicht werden sollen und Konzepte für die oben genannten Core-Elemente zu erarbeiten. Bis dahin wird ebenfalls entschieden, ob es eine Teamarbeit an einem OpenSource-Projekt wird oder nicht, je nach dem ob ich Rückmeldungen erhalte und sich Entwickler finden lassen. Danach werde ich mit der Programmierung beginnen, entweder alleine oder im Team. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ein Interesse bestehen würde und ich denke, durch die mir zur Verfügung stehende Zeit und einem etwas geplanteren Vorgehen (bpsw. setzen von Terminen) liesse sich relativ schnell ein brauchbares Resultat erzielen. Konkret möchte ich eventuelle Interessenten bitten, sich bei mir zu melden (co...@in...), sich aber gleichzeitig auch selbst zu fragen, ob ihr wirklich bereit seid, euch in den nächsten Wochen damit zu beschäftigen (und wenn die Mitarbeit nur darin besteht, sich zumindest die Zeit zu nehmen den Code anzusehen und zu installieren, nach Fehlern zu suchen, Verbesserungen einzubringen und Vorschläge zu machen - das geht auch mit einem Einsatz von 2 Stunden pro Woche, aber soviel Engagement müsste schon drinliegen). Natürlich würde ich mich auch über Modulentwickler freuen, doch werde ich auf diese erst zurückkommen, wenn das Framework wirklich funktionstüchtig ist. Gerne möchte ich noch erwähnen, dass ich die investierte Zeit keinesfalls als sinnlos erachte, denn einige der guten Ansätze werden sicher übernommen (bspw. Einsatz von PEAR Modulen, Smarty), ausserdem konnte ich auch einiges dazulernen, wenn auch das Resultat leider nicht dem Erhofften entsprach ;). Natürlich kann ich nicht versprechen, dass es nun besser gelingen wird, ich werde mir jedoch alle Mühe geben. Ich wünsche euch allen weiterhin viel Erfolg, bei euren Projekten und im Reallife :) Freundliche Grüsse David aka static |